Startseite Behandlung Wissenswertes Ursachen Persönliches Kontakt Links



Sprechunflüssigkeiten

Kernsymptomatik

Begleitsymptomatik

Kernsymptomatik

Als Kernsymptomatik werden die Ereignisse beim Stottern bezeichnet, die direkt mit dem Sprechen im Zusammenhang stehen.

Stottertypische Symptome sind:

a) Wiederholungen von Lauten und Silben

b) Dehnungen

c) Blockierungen

d) Satzabbrüche / Umformulierungen

Beispiele:

a) Wiederholungen von Lauten, Silben, Einsilbern:

"... ha-ha-ha-hast du mal ....?" - "... ich-ich-ich- komme gleich...!"

Die stottertypischen Wiederholungen stellen eine Unterbrechung des Sprechflusses oder des Sprechrhythmus dar. Diese Wiederholungen betreffen kleine Segmente, also einzelne Silben oder Laute. Sie kommen oft am Anfang einer Äußerung vor und werden vom Zuhörer als irritierend empfunden.

b) Dehnungen von Lauten:

" uuuuund ..." - "... LLLLLLass das MMMMarie ..."

Dehnungen liegen vor, wenn ein Laut länger als notwendig gesprochen wird. Die Verlängerungen können bis zu mehreren Sekunden dauern.
Obwohl weitergesprochen wird, erhält der Zuhörer keine neuen Informationen mehr.

c) Blockierungen in oder vor einem Wort:

"... (Block)-Mama ...!", "... das ist k-(Block)-aputt ..."

Es gibt 2 Arten von Blocks:

  1. Es kommt zu einer Verzögerung beim Sprechanfang, der Betroffene kann nicht richtig "starten".


  2. Beim Sprechen tritt eine Blockierung auf: der Sprechablauf wird unterbrochen.
Blockierungen werden durch die oft spürbare Anspannung der beteiligten Muskulatur und aufgrund des Kontrollverlustes über das Sprechen als sehr unangenehm empfunden.

d) Satzabbrüche / Umformulierungen

Es gibt Stotternde, deren Stottern zunächst gar nicht auffällt, da sie in der Lage sind so zu formulieren, dass sie alle Wörter umgehen, bei denen sie stottern würden.
Sie kennen Ihre Angst- bzw. Problemwörter so gut, dass sie diese komplett vermeiden und scheinbar normal sprechen.
Werden diese Stotternden nun aber gezwungen, die kritischen Begriffe zu benutzen ( beispielsweise können Fachbegriffe aus der Arbeitswelt oft nicht durch andere Begriffe ersetzt werden ), kommt es zum Stottern. Umformulierungen werden benutzt, wenn der Betroffene während des Sprechens merkt, dass gleich ein Stottern kommen würde. Das kritische Wort wird durch ein anderes ersetzt.

Beispiel:

"Ich woll-... möchte gerne etwas erzählen..."

Hier ist es zu einer Unflüssigkeit bei dem Wort "wollte" gekommen, und das problematische Wort ist schnell durch ein anderes, leichter zu sprechendes ersetzt worden.