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Sprechunflüssigkeiten

Kernsymptomatik

Begleitsymptomatik

Sprechunflüssigkeiten

Was ist eigentlich Stottern ?

Stottern ist eine Kommunikationsstörung, d. h. dass bei den Betroffenen während einer Gesprächssituation Sprech-Auffälligkeiten auftreten, die vom Gesprächspartner als unnormal wahrgenommen werden. In anderen Situationen kann das Sprechen völlig flüssig sein ( beispielsweise bei Kindern, die alleine für sich spielen oder auch beim Singen ).

Der Zuhörer ist irritiert, weil beim Stottern Laute oder einsilbige Wörter gedehnt, wiederholt oder blockiert werden. Diese Unterbrechungen des Redeflusses werden als unangenehm bzw. auffällig empfunden.

Sprechen "nicht-stotternde" Menschen immer flüssig?

Auch "Nicht-Stotternde" sprechen nicht immer ohne Unterbrechungen, jedoch fallen diese Unflüssigkeiten in der Kommunikation nicht auf.
Sie machen beispielsweise Pausen und Einschübe, wiederholen oder dehnen ein Wort und korrigieren angefangene Äußerungen. Dabei können diese Unterbrechungen zufällig oder beabsichtigt sein.

Eine zufällige Pause entsteht beispielsweise durch ein "ähm" beim Überlegen; eine beabsichtigte Dehnung eines einzelnen Wortes kann beispielsweise eingesetzt werden, um es zu betonen.

Beispiele:

  1. Denkpause: "Ich glaube .. ähm...der Termin ist morgen."


  2. Dehnung: "Und daaaann kam der Drache und....."


Erläuterung:

  1. Die Denkpause verschafft dem Sprecher Zeit, seine Äußerung inhaltlich zu planen.


  2. Die Dehnung dient hier der Betonung, eine Geschichte wird besonders spannend durch die Verlängerung und Betonung des Wortes "dann".


Die Unflüssigkeiten normaler Sprecher werden meistens weder vom Sprecher noch vom Zuhörer beachtet.

Warum werden die auftretenden Unflüssigkeiten beim Stottern als auffällig oder unangenehm wahrgenommen?

Im Gegensatz zu den normalen Unflüssigkeiten treten die Symptome beim Stotternden immer unfreiwillig auf (sind also nicht ohne Weiteres kontrollierbar) und dienen keinem Zweck.
Diese Unterbrechungen geschehen in der Regel häufig oder sind deutlich ausgeprägt und kommen meist an Stellen vor, an denen der Zuhörer keine Unflüssigkeiten erwartet. Der Stotternde fühlt sich hilflos, da er sein Sprechen nicht mehr kontrollieren kann.