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Sprechunflüssigkeiten

Kernsymptomatik

Begleitsymptomatik

Wissenswertes

Viele Kinder haben im Verlauf ihrer Sprachentwicklung Phasen, in denen sie unflüssig sprechen. Typischerweise treten diese Phänomene im Alter von ca. drei bis fünf Jahren auf.

Man erklärt sich diese Auffälligkeiten mit noch nicht abgeschlossenen Hirnreifungsprozessen. Das Gehirn muss lernen, das Sprechen über verschiedene Kanäle ( über das Hören und Fühlen ) zu kontrollieren. In dem Zeitraum, wo die Kontrolle noch nicht richtig erlernt ist, kommt es zu Unflüssigkeiten, die einer Stottersymptomatik sehr ähnlich sind.

In diesem Alter tritt aber auch schon "echtes" Stottern auf, dies muss diagnostisch von den "normalen" Unflüssigkeiten unterschieden werden.
Die entwicklungsbedingten Unflüssigkeiten wirken im Gegensatz zum Stottern weicher, treten weniger häufig auf und sind frei von Begleitsymptomatik.

Stottern tritt normalerweise bis zum zwölften Lebensjahr auf, ein späterer Beginn ist sehr selten.

Häufigkeit

Ungefähr fünf Prozent aller Menschen stottern irgendwann im Laufe ihres Lebens, viele davon nur eine kurze Phase in der Kindheit.
Bei ca. einem Prozent bleibt das Stottern lebenslang bestehen.
Es tritt in allen Sprachen und Kulturen auf.
Zu Beginn ist der Anteil von Jungen und Mädchen fast gleich groß. Bei Mädchen ist die Heilungschance höher als bei Jungen: bei den Jugendlichen stottern daher etwa dreimal mehr Jungen als Mädchen.

Heilungschancen

Bei einem stotternden Kind ist die Chance auf ein Verschwinden der Störung noch relativ hoch (ca. 60% - 80%). Die größten Erfolge sind in den ersten beiden Jahren nach Stotterbeginn zu erwarten, aber auch nach jahrelangem Bestehen der Störung kann es noch zur Heilung kommen.
Besteht das Stottern bis zur Pubertät, bleibt die Störung erfahrungsgemäß ein Leben lang bestehen. Erwachsene müssen sich wahrscheinlich auf ein Leben mit Stottern einstellen.

Allerdings kann im Rahmen meines Therapiekonzeptes eine wesentliche Verbesserung der Symptomatik bis hin zur Symptomfreiheit erreicht werden.

Entwicklung des Stottern

Es gibt keinen typischen Verlauf in der Entwicklung des Stotterns. Möglicherweise entwickelt sich die Symptomatik innerhalb der ersten Tage und Wochen schnell. Bei manchen Kindern wird das Stottern im Verlauf immer stärker, bei anderen kommt es phasenweise zu Schwankungen.
Diese Schwankungen sind ganz typisch für diese Kommunikationsstörung. Immer wieder gibt es große Enttäuschung, wenn das Stottern verschwunden war und plötzlich wieder auftritt.
Bei anderen wiederum liegt eine konstante Symptomatik vor. Es lässt sich anhand der Schwere des Stotterns nicht vorhersagen, ob das Stottern wieder verschwindet. Es kann also sein, dass ein Kind mit einer starken Symptomatik das Stottern wieder verliert und dass eine leichte Stottersymptomatik ein anderes Kind das ganze Leben lang begleitet. Das Störungsbewusstsein und die Entstehung von Begleitsymptomatik sind unabhängig vom Alter des Kindes. So können schon sehr kleine Kinder mit vergleichsweise dezenter Symptomatik stark unter ihrem Stottern leiden, während ältere, stark Stotternde sich ihrer Auffälligkeiten nicht bewusst sind.